13.09.2009
22:53

Was Grundschule braucht

Schlussspurt des Grundschulkongresses

Am Ende des Grundschulkongresses in Frankfurt zeigten die Primarlehrer, dass sie wisssen, was sie für ihre Schulen wollen. So betulich es am Anfang war, so schwungvoll beklatschten die 800 TeilnehmerInnen die acht Forderungen für die Grundschule - die durchaus überraschend sind.

Acht Forderungen für die Grundschule

Die erste und wichtigste Forderung heißt, dass "Kinder ermutigende Zuwendung von Erwachsenen brauchen."

Dazu kommt, dass Schulen Bildungszentren im Stadtteil werden sollen, die ein soziales und kulturelles Netz sein sollen. 

Die Grunschullehrer verlangen weiter:

- Bildungszeit vor der Schule
- eine Schule ohne Auslese
- kleine Lerngruppen
- Räume, in denen Kinder lernen und leben können
- Ganztagsschulen
- besondere Unterstützung für Risikoschüler

Das ist alles ein bisschen viel auf einmal. Die Öffentlichkeit hätte sich sicher gewünscht, dass man es deutlicher konzentriert.

Interessant ist, wie einfach so etwas Richer Meier formulieren kann. Meier wurde mit dem Erwin-Schwartz-Preis des Grundschulverbandes ausgezeichnet. Meier, der emeritierter Professor für Grundschulpädagogik an der Uni Frankfurt ist, wünschte sich dreierlei: 

- "Die Gesellschaft möge den Kindern und den Lehrern auf Dauer Vertrauen schenken." - Da brach tosender Jubel unter den KongressteilnehmerInnen aus.

- Dass die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen Wahrheit wird - "um diesen Kindern mit ihren anderen und faszinierenden Fähigkeiten in der Schule Platz zu geben." 

- eine bundeseinheitliche Lehrerbildung

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